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Kann man seine Neigung nur zu Zweit ausleben? Das muss jedes Paar für sich selbst entscheiden. Oftmals harmonieren die Neigungen aber nicht zu 100 % und man braucht noch ein wenig "Würze" von anderer Seite. Mein Partner und ich wünschen uns für die nächsten Jahre den Kontakt zu unterschiedlichen Menschen, die wie wir die Neigung und Leidenschaft zu fantasievollen Rollenspielen teilen. Ein kleiner beständiger Kreis, in dem man sich untereinander gut kennt, wo man gemeinsam über Dinge die einen beschäftigen reden kann aber auch gemeinsam Sessions plant und inszeniert. Gerade im Outdoorbereich ist eine kleine Gemeinschaft sicher von Vorteil, aber auch wenn es um spezielle Fantasien geht, die man alleine bzw. zu Zweit nur schwer realisieren kann. Oft ist es auf großen Parties zu hektisch und zu anonym für ein Spiel mit "Fremden". Das würden wir gerne in anderer Form ausprobieren. Wenn Du meinst du würdest Freude an einem vertrauensvollen Umgang in der Gemeinschaft haben und davon profitieren, dann schreib uns doch einfach, natürlich auch gemeinsam mit Deinem Partner!
Soll ich meinem Partner meine Sehnsüchte und Wünsche offenbaren? Ich würde sagen, ja auf jeden Fall. Mit wem soll man denn anfangen über eigene Wünsche und Sehnsüchte zu sprechen, wenn nicht mit dem eigenen Partner? Ich war lange Zeit unsicher, ob ich eine devote oder dominante Neigung in mir trage. Ich möchte zeigen, dass es in einer langjährigen Beziehung wichtig ist immer und immer wieder miteinander zu reden, sich zu trauen, den Mut zu fassen, dem anderen von den ureigensten Träumen zu erzählen. Es ist schwer, aber ich habe auch erfahren, dass es sich auf jeden Fall lohnt. Ich wünsche Euch, dass Ihr Euch traut mit Euerem Partner über Euere Wünsche, Phantasien, sexuellen Neigungen und Vorstellungen zu reden. Wenn ich damit einen klitzekleinen Beitrag leisten kann, bin ich zufrieden. Meiner Meinung nach ist das Wichtigste BDSM als eine Neigung, ein Geschenk oder Gabe anzuerkennen. Vielleicht wurde eine kleine Tür in Dir geöffnet. Sei neugierig, aber auch vorsichtig beim vollständigen hineinsehen in diesen neuen Raum in Dir. Beides, weil zu viel auf dem Spiel steht. Ich weiß auch, dass es nicht immer klappt den anderen dafür zu begeistern oder zumindest Verständnis zu erlangen. Aber wenn man es nicht probiert, weiß man es nie wie es gewesen wäre.... Viel Glück! |
Wie kann ich meinem Partner helfen mich und meine Neigung besser zu verstehen? Es ist verdammt viel Glück dabei, wenn der eigene Partner Verständnis, Toleranz und vielleicht auch noch die kongruente Neigung besitzt, oder diese zusammen mit einem selbst entwickelt. Gebt Eurem Partner Zeit; Zeit die neuen Dinge, die auf ihn einstürmen zu verarbeiten. Wenn Ihr auf Ablehnung stoßt, dann versucht es zu erklären. Es ist leichter gesagt als getan, aber es kommt darauf an, dem Partner zu vermitteln, daß Sadomasochismus keine Krankheit oder Anormalität ist. Habt Ihr diesen Punkt erreicht, habt Ihr ein großes Stück des Weges geschafft. Irgendwann kommt die Frage, was nun. Viele sind dann an einem Punkt, Sadomasochismus auch zu erleben. Was aber, wenn der Partner keine Neigung oder kein Interesse am Sadomasochismus hat ? Ein Weg ist es spielerisch zu probieren. Nicht das ganze Repertoire, ein Schal oder ein Gürtel vom Bademantel tun es auch, um den Partner zu fesseln, oder ein paar leichte Klapse mit der Hand. Wenn der Partner absolut nicht will oder kein Interesse hat, überredet oder zwingt ihn nicht. In solchen Fällen gibt es zwei Möglichkeiten. Ihr könnt verzichten und mit Eueren Phantasien weiterleben, auch das kann sicherlich interessant oder spannend sein. Dazu eignen sich u.a. Newsgroups oder auch Chatforen. Oder Ihr könnt mit Euerem Partner darüber reden, ob er eine Möglichkeit sieht es Euch auch praktisch ausleben zu lassen. Dies verlangt viel Mut, zugegeben. Feste Regelungen können dabei ein wichtiges Instrumentarium sein. Aber setzt deshalb nicht Euere Beziehung auf's Spiel. Redet darüber, traut Euch. |

| Auf was soll ich
achten, wenn ich einen Fremden zum gemeinsamen Spiel treffen
möchte?
Bist du solo und lernst real einen Mann kennen, wird man nicht gleich zusammen das wahnsinns-intime Abenteuer erleben. Wäre zwar sehr reizvoll, habe ich auch schon oft mit einem mulmigen Gefühl als Erwartung mancher Frauen gehört. Aber die Realität läßt das eigentlich nicht zu. Es ist einfach zu gefährlich sich einem Fremden blind auszuliefern. |
| Mindestens würde ich Dir empfehlen, nur nach und nach darauf einzusteigen und versuchen das Risiko zu begrenzen. Das läßt sich auch durch "covern" bewerkstelligen. Ich höre oft von Frauen, die das Ungewisse suchen, die von einem Fremden träumen, auf den sie mit verbundenen Augen warten...etc. Solche Gedanken sind mir nicht fremd, aber trotzdem möchte ich ausdrücklich davor warnen, sich in eine solche Gefahr zu begeben. Sagt immer jemandem Bescheid wo ihr hingeht, wann und wo Ihr Euch mit einem Unbekannten (Unbekannt ist er auch dann, wenn man sich ein paar mal gemailt hat....!) trefft. Im Internet gibt es Dienste, die einen "Covern" wenn man sich mit jemanden Unbekannten trifft. |
| Jetzt packe ich den erhobenen Zeigefinger wieder weg und wünsche Euch viel Spass bei all den vielen Dingen die es zu entdecken gibt in dieser besonderen Welt... |
| Schreibt mir, wenn Ihr Fragen oder eigene Erfahrungen habt. Ich bin auf einen regen Austausch gespannt. |