Was bedeutet BDSM ?

Bei der Abkürzung BDSM steht "B" für Bondage (Das "Spiel" mit Fesseln) "D" für Disziplin (Das "Spiel" mit Dominanz und Unterwerfung) "SM" für Sadomasochismus (Das "Spiel" mit Lust, Schmerz und Lustschmerz.)

"Nein, niemals" hört man sehr oft, wenn es um das Thema SM geht. Wobei es keine Rolle spielt, ob in einer Partnerschaft, im Freundeskreis, oder in einer öffentlichen Diskussion. Dabei tauchen vor dem geistigen Auge unserer Mitmenschen die abscheulichsten Bilder von Schmerzen und schlagendenden Menschen auf. Wie kann man dabei Lust empfinden? werden sich die Meisten fragen...Wie kann es Lust bereiten Schmerzen zu erleiden oder zuzufügen? Sind diese Menschen wirklich abartig, pervers oder gar krank? Viele Zeitgenossen, die mit diesem Thema konfrontiert werden - ob absichtlich oder rein zufällig - werden die Fragen sicherlich mit einem klaren "Ja" beantworten.

Ich möchte im Folgenden versuchen zu erklären, warum es Lust machen kann, Schmerzen zu empfangen, sich demütigen zu lassen oder einen anderen zu erniedrigen.

Die drei obersten Gebote bei allen BDSM Aktionen sind auf jeden Fall:

1. Sicherheit

2. mit gesundem Menschenverstand

3. im gegenseitigen Einvernehmen




Es geht um den intensiven, gewaltfreien und freiwilligen Austausch von lustvollen erotischen Handlungen. S/M ist eine sexuelle Form für Menschen, die liebesfähig sind, für Menschen, die die Freiheit des anderen respektieren und sich vertrauen bis an die Grenze und ein Stück darüber hinaus. Es geht nicht um Missbrauch und Entwürdigung, es geht nicht um Niedermachen und Zerstören. Wer sich auf dieses Spiel einlässt, sollte verantwortlich handeln können. Es ist ein hochsensibles Spiel, es eröffnet Dimensionen, die als Grenzerfahrungen intensiv sind und verwundbar machen. BDSM mag "oberflächlich" gewalttätig aussehen, ist es aber deswegen nicht, weil alle Beteiligten ausdrücklich alle Handlungen von vorneherein mittragen, ja begrüßen. Das ist für Außenstehende manchmal nicht leicht erkennbar oder vorstellbar. Lustvoll sind diese Praktiken sicher nur für jene Menschen, die eine entsprechende Neigung in sich tragen. Mit BDSM ist es wie mit der Liebe: Man muß ihr Geheimnis erst erfassen, um ihre Faszination zu bewahren...und wie die Liebe, macht BDSM unsichtbare Dinge erst sichtbar. Und wer kennt nicht das schöne Gefühl wenn einem sanft der Rücken gekrault oder gekratzt wird. Wenn wir da schrittweise ein Stück weiterdenken kann man vielleicht ungefähr erahnen, dass das ein sehr lustvoller, schöner Schmerz sein kann.

Ich empfehle jedem der sich näher damit beschäftigen möchte, also ein echtes Verlangen danach in sich spürt, mehr nachzulesen, sich zu informieren oder mit Gleichgesinnten auszutauschen.

Literaturhinweise oder Links findet Ihr auf meiner Seite "Infos und Links".